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Handlungsfeld 5: Kultur-Soziales-Lebensqualität

Der demografische Wandel stellt eine der größten Herausforderungen für die Kommunen dar. Alle Fachgebiete der Daseinsvorsorge sind davon betroffen. Es sind neue Wege zu gehen und neue Strukturen aufzubauen. Besondere Bedeutung haben die Bereiche Altenhilfe, Gesundheit und Bildung, aber auch Mobilität und Kultur. Lösungen ergeben sich v. a. durch die Anerkennung und Mobilisierung von ehrenamtlichem Engagement, durch die Kooperation und Vernetzung mit freien Trägern bis hin zu öffentlich-privaten Partnerschaften bei gemeinsamen Projektträgerschaften. img_kultur

Entwicklungsziele
  • Wir gehen neue Wege in der Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur an den künftigen Bedarf und denken dabei eher in Funktionen statt in Einrichtungen.
  • Wir bündeln die Angebote räumlich und kooperieren untereinander und mit privaten und gemeinnützigen Anbietern.
  • Wir stellen uns auf eine wachsende ältere Generation ein und unterstützen den Aufbau hochwertiger Wohn- und Pflegeangebote.
  • Wir erkennen die Leistungen des Ehrenamtes an und bauen Unterstützungsstrukturen für ehrenamtliches Engagement auf.
  • Wir nutzen dabei insbesondere auch die Potenziale des Alters.
  • Wir sichern die Grundversorgung unserer Bürger und eine ausreichende Mobilität.
  • Wir unterstützen die kulturellen Angebote und fördern eine Vernetzung und bessere Präsentation.

Stärken und Schwächen

Stärken/Chancen Schwächen/Probleme
Gemeinschaft und Soziales
  • Gute Lebensqualität - Landschaft, Bauland
  • Positive Bevölkerungsentwicklung in stadtnahen Gemeinden
  • Im Grunde ein „Paradies" für Kinder, Jugend und Senioren
  • Weitgehend intakte Sozialstrukturen und ländliche Lebensqualität
  • Vielfältige (Kinder-)Betreuungsangebote
  • Vorhandene Seniorenheime
  • Modellprojekt KLAR in Gräfenberg


  • Regionale Information und Berichterstattung in der Presse
  • Bevölkerungszahlen halten wird schwierig
  • Bevölkerungsrückgang in stadtfernen Kommunen
  • Zunehmende Überalterung
  • Z.T. fehlende Pflegeeinrichtungen für Senioren
  • Integration der Neubürger in stadtnahen Gemeinden in die Dorfgemeinschaft
  • Kirchturmdenken bei Kommunen aber auch bei Trägern von sozialen Einrichtungen
  • Immer häufiger Verschuldung von Privathaushalten
Kultur
  • Brauchtum und Tradition wird gepflegt und Vereine bieten gutes Angebot
  • Kulturelle und soziale Vielfalt in den größeren und touristisch ausgerichteten Orten
  • Kleine, aber feine Kulturbeiträge in den Umlandgemeinden
  • Kulturelle Kleinode und Kleindenkmäler, wertvolle Bau- und Naturdenkmäler
  • Attraktive Kulturlandschaft
  • Fehlende Räume für kulturelle Vereine und Angebote in den kleinen Gemeinden
  • Fehlendes Engagement im Ehrenamt der jüngeren Generation, Nachwuchsprobleme (Engagement, demografische Entwicklung)
  • Rückläufige Förderung von Kultur + Brauchtum
  • Fehlende Öffentlichkeit für Konzerte etc.
  • Sanierung denkmalgeschützter Bauten z. T. mit großem historischen Wert ist meist nicht finanzierbar.
  • Stellenwert der Kultur wird zu niedrig angesetzt
  • Überangebot an Angeboten auf niedrigem Niveau
Infrastruktur
  • In Stadtnähe und in Pegnitz gute Versorgung mit Schulen, Universität, Gesundheit und sozialen Einrichtungen
  • ÖPNV-Anbindung der stadtnahen Orte
  • Abwanderung der jungen Generation und qualifizierter Menschen, meist aus beruflichen Gründen
  • Schulstandorte in kleinen Gemeinden gefährdet
  • Anbindung an Freizeiteinrichtungen in der Region per ÖPNV fehlt
  • Mobilität bei Alltagsgeschäften (v.a. für ältere Menschen)
  • Unzureichende Nahversorgung in den kleinen Gemeinden

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Handlungsschwerpunkte

Soziale Infrastruktur anpassen
Identität und Bürgerengagement stärken
Kulturangebot koordinieren
  • Netzwerke in den Bereichen Gesundheit und Bildung
  • Mobilitätsmodelle der Bürger und der Institutionen
  • Etablieren von Dorfge-meinschaftsläden etc.
  • Aktive Bürgergesellschaft aufbauen und forcieren
  • Unterstützungsstruktur, (z.B.Freiwilligenzentrum)
  • Dialog der Generationen (Mehrgenerationenhaus)
  • Netzwerke besteh- ender Einrichtungen aufbauen
  • „Fränkische-Schweiz-Card" initiieren
  • Kulturweg(e) zu historischen Kulturgütern

 

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Projekte

Kategorie A:
Umsetzung durch Zusammenschluss Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz
  • Seniorenwegweiser für das ILE-Gebiet
  • Kulturkalender für das ILE-Gebiet
  • Konzept für mögliche Kulturwege im ILE-Gebiet
  • Messe/Fest für soziale und kulturelle Träger bzw. Angebote (oder Kategorie B)
  • Museums-Card bzw. Fränkische-Schweiz-Card
Kategorie B:
Umsetzung durch Kooperation mehrerer Gemeinden
  • Regionales Netzwerk aller Träger im Sozialbereich aufbauen
  • Freiwilligenzentren für Teilregionen (Public Private Partnership)
  • Messe/Fest für soziale und kulturelle Träger bzw. Angebote (oder Kategorie A)
Kategorie C:
Umsetzung durch einzelne Gemeinde oder sonstigen Träger
  • Betreutes Wohnen für Senioren (Private Public Partnership)
  • Dorfgemeinschaftsladen (oder Laden als soziale Einrichtung)


Weitere Projekte


Neben den Haupt-Projekten, die in Einzelprojektbeschreibungen detailliert dargestellt sind, wurden im Laufe des ILE-Prozesses noch weitere Ideen vorgeschlagen:

  • Aktive Pressearbeit über Kulturangebot und Info über Gemeindeblatt
  • Projekte, um Neubürger zu integrieren
  • Baulandmodell für junge Familien
  • Infobörse für gelungene soziale Projekte
  • Jährliche Pressebeilage über Sozialeinrichtungen
  • Sozialwegweiser
  • Rüstige Senioren für Gemeinschaftsaufgaben gewinnen
  • Vernetzung der Angebote und Unterstützung der Leistungsträger
  • Kulturhalle - Bürgerhaus etc. für kulturelle Angebote in einigen Kommunen notwendig - Räume, in denen Kultur wachsen kann
  • Kulturkalender (aktuell, monatlich) und Kulturführer (z. B. speziell für Kleindenkmäler)
  • Übergemeindliche Kulturprojekte  > Kinderkulturprojekte oder Museumsstraße, dezentrale Ausstellung, Museumsnacht im Landkreis
  • Mobile Dienste wie Lebensmittel-Bestell- und Lieferservice
  • Vermitteln von Mitfahrgelegenheiten
  • Modelle für Shuttle-Fahrdienste zu Kultureinrichtungen und Veranstaltungen
  • Service-Point als zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der Bürger bei den Gemeinden/Städten
  • Schulstandorte sichern (mindestens Grundschulstandorte)
  • Umbau der Lindlberghalle in Stöckach in eine Kulturhalle

 

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