WIRTSCHAFTS- UND JUNIORENAKADEMIE

 

Mit der Gründung der Wirtschafts- und Juniorenakademie durch die Kommunen des Wirtschaftsbands unter Federführung der Stadt Pegnitz wurde eines der wichtigsten gemeinsamen Projekte überhaupt ins Leben gerufen. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof, der Stadt Pegnitz sowie Unternehmen der Region trägt hier sichtbare Früchte.

 

Juniorenakademie

 

Im  Fokus der Juniorenakademie steht der Auftrag, Schüler durch Berufsorientierungsangebote beim Übertritt in das Berufsleben zu unterstützen und damit zugleich der Wirtschaft bei der Nachwuchsrekrutierung zu helfen.

Was erwartet mich im Berufsleben? Welcher Beruf passt am Besten zu mir? Wo kann ich mich bewerben? 

Für jeden Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellt die Wahl der „passenden“ Berufsbildung wohl eine der wichtigsten Lebensentscheidungen dar.  Praxisbezogene Orientierungsangebote bieten deshalb eine wertvolle Unterstützung bei der Suche nach dem jeweils besten Weg in die Arbeitswelt.

Umgekehrt ist es angesichts der aktuellen demographischen Entwicklung auch das Ziel vieler Unternehmen, einen möglichst direkten „Draht“ zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufzubauen und frühzeitig bestmöglich qualifizierte Nachwuchskräfte für sich zu gewinnen.

 

Corinna Deß, Projektmanagerin der Wirtschafts- und Juniorenakademie, organisiert die Akademie-Angebote zur Berufsorientierung und steht Interessierten bei allen Fragen zum Thema Berufsbildung gerne zur Seite.

Die Juniorenakademie schlägt Brücken zwischen den Beteiligten und unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam mit regionalen Unternehmen und Institutionen bei ihrem Einstieg in ein erfolgreiches Berufsleben durch folgende Berufsorientierungsangebote:

 

Berufsinformationsveranstaltungen

 

Was:                Infos aus der Praxis zu einem konkreten Ausbildungsberuf

Wann:             In der Regel jeden Donnerstagnachmittag um 14.30 Uhr

Wo:                  Meist in einem ausbildenden Unternehmen vor Ort

Kosten:           Die Veranstaltungen sind kostenfrei

 

Aufgrund der Umstrukturierung des Geschäftsbetriebs in Zusammenhang mit der Gründung des Vereins Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz e.V. pausieren die Berufsinformationsveranstaltungen momentan; das Angebot wird demnächst wieder aufgenommen.

 

Anmeldung: Jeweils bis spätestens Freitag vor der Veranstaltung. Entweder bei der Wirtschafts- und Juniorenakademie oder bei den Sekretariaten der Schulen in der Region. Anmeldeformulare sind in den Sekretariaten erhältlich oder stehen hier zum Download als PDF zur Verfügung.

 

Zertifikat: Die freiwillige Teilnahme an einer Berufsinformationsveranstaltung wird durch ein schriftliches Zertifikat bestätigt. Dieses kann z.B. Bewerbungen beigelegt werden und dokumentiert Engagement und Interesse. Erfahrungsgemäß werten dies Unternehmen bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen sehr positiv.

 

Berufswahlseminare

 

In Kooperation mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit finden unter Mitwirkung der Wirtschafts- und Juniorenakademie regelmäßig Berufswahlseminare an der Staatlichen Realschule Pegnitz und an der Christian-Sammet-Mittelschule Pegnitz statt.

Während der Unterrichtszeit besuchen die Schüler hierbei – je nach persönlichem Interesse – Vorträge zu den verschiedensten beruflichen und schulischen Möglichkeiten im Anschluss an ihren Schulabschluss. Hier wird auch schul(art)übergreifend kooperiert: So nehmen die Schüler der M-Züge der Mittelschule an der Veranstaltung in der Realschule teil. Das Berufswahlseminar an der Christian-Sammet-Mittelschule richtet sich wiederum auch an die achten Klassen der im Schulverbund kooperierenden Graf-Botho-Mittelschule Pottenstein und Mittelschule Gößweinstein.

Zur Referentenakquise wird auf die sich ergänzenden Netzwerke der Wirtschafts- und Juniorenakademie und der Agentur für Arbeit zurückgegriffen.

 

Starthilfe-Ferienseminare

 

Seit 2012 punktet  das zweimal jährlich stattfindende Ferienseminar „Starthilfe – Orientierungstage für künftige Berufseinsteiger“. Statt konkreter Berufsbilder stehen hier unter dem Leitmotiv „Werte“ grundlegende Fragen zu Berufswahl und Arbeitsleben  ebenso im Mittelpunkt wie die Anwendung berufsrelevanter Moderations-, Präsentations- und Arbeitstechniken. Die einzelnen Seminarbausteine betrachten die Themen „Werte und ihre Bedeutung für das Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen“, „Arbeit ist das halbe Leben – kümmern wir uns drum!“, „Die Welt, in der wir leben – vielfältig und doch ganz einfach“ und „Wie treffe ich eine gute Berufswahl?“. Neben intensiven Diskussionen bearbeiteten die Teilnehmer zahlreiche Fragestellungen in Gruppen und präsentierten ihre Ergebnisse anschließend im Plenum.

Die Evaluation als fester Bestandteil der Veranstaltung zeigt, dass die freiwillige Investition von drei Ferientagen in das anspruchsvolle, übungsintensive und auf Selbstentwicklung zielende Konzept wertvolle Denkanstöße für die Berufswahl gibt. Nicht zuletzt fällt bei spätere Berufserkundungen – sei es bei Berufsinformationsveranstaltungen, Berufswahlseminaren, Ausbildungsmessen u.ä. – die Bewertung und der Abgleich der vorgestellten Berufe mit den eigenen Vorstellungen leichter. Das Seminar findet mit der Übergabe der Teilnehmerzertifikate einen feierlichen Abschluss.

 

In Fortentwicklung des Konzepts der Starthilfe –Orientierungstage für künftige Berufseinsteiger wurde auf vielfachen Wunsch der Absolventen ein dreitägiges Aufbauseminar entwickelt: Bei StarthilfePLUS.Von der Berufsorientierung zum Ausbildungsplatz werden die zentralen Erfolgsfaktoren der schriftlichen Bewerbung und der persönlichen Präsentation im Vorstellungsgespräch analysiert und trainiert. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Simulation eines Vorstellungsgespräches mit jedem einzelnen Teilnehmer, basierend auf einer schriftlichen Bewerbung zu einer realen Stellenanzeige. Dieses Gespräch wird mit einer Videokamera aufgezeichnet und anschließend gemeinsam mit Experten aus Personalmanagement und Nachwuchsakquise analysiert.

 

Schülerpatenprojekt an der Christian-Sammet-Mittelschule (2007-2017)

 

Beim Schülerpatenprojekt an der Christian-Sammet-Mittelschule Pegnitz betreuten ehrenamtliche Paten interessierte Schüler der achten und neunten Klassen bei der beruflichen Orientierung und der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Die Paten übernahmen dabei unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ die Rolle eines individuellen Begleiters, Ansprechpartners und einer persönlichen Vertrauensperson. Die Betreuung der Patenschüler fand in enger Zusammenarbeit zwischen der Schule, den Paten und den Schülern sowie deren Eltern statt, begleitet von regelmäßigen Treffen zum Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Der Erfolg des Schülerpatenprojekts zeigt sich unter anderem an dem Gewinn des bayernweiten Wettbewerbs SCHULEWIRTSCHAFT Aktiv im Jahr 2009 sowie an der regen Medienberichterstattung sowohl auf regionaler als auch auf überregionaler Ebene!

Aktuell kann eine ähnliche Betreuung von Seiten der Schule sichergestellt werden; das Projekt pausiert daher.

 

NetzwerkarbeitAK SW P-A Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Pegnitz - Auerbach Netzwerk Übergang Schule Beruf Wirtschaft

 

Netzwerkarbeit ist eine der Grundlagen der Wirtschafts- und Juniorenakademie. Seit 2010 ist beispielweise die Projektmanagerin der Wirtschafts- und Juniorenakademie als Geschäftsführerin im Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Pegnitz-Auerbach  aktiv. Ziel hierbei ist die Vernetzung von Betrieben, Schulen und an der Berufsorientierung beteiligten Institutionen.

Den Erfolg belegen u.a. die aus dem Netzwerk heraus entwickelten Schülerpaten- und Starthilfe-Projekte.

 

 

Wirtschaftsakademie

 

In der Wirtschaftsakademie bietet ein Netz kooperierender Betriebe unterschiedlichster Branchen und Größen ihren Auszubildenden ein Mehr an Qualifikation. An den Bedürfnissen der Teilnehmer orientierte gemeinsame Seminare – Business-Knigge, Telefontraining, Kritikfähigkeit oder Selbst- und Zeitmanagement – ergänzen das klassische Ausbildungscurriculum. Durch solidarische Kostenverteilung werden professionelle Referenten auch für Kleinstbetriebe leistbar oder es finden sich sogar in den eigenen Reihen der Betriebe ausgewiesene Experten, die ihr Knowhow teilen. Die Nachwuchskräfte erarbeiten sich einen Qualifikationsvorsprung, der im weiteren Berufsleben von Vorteil sein wird und gewinnen an persönlicher Reife, Motivation und Selbstbewusstsein. Sie blicken über den Tellerrand ihrer eigenen Ausbildung und vernetzen sich branchen- und ortsübergreifend. Auch die entsendenden Ausbildungsbetriebe profitieren vom erweiterten Wissen ihrer jungen Mitarbeiter und präsentieren sich in Zeiten des Fachkräftemangels als attraktive und innovative Ausbildungsbetriebe im ländlichen Raum.

Die Wirtschaftsakademie steht Ausbildungsbetrieben aller Branchen und Betriebsgrößen aus der Region offen. Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich in der Konzipierung des Akademiejahres und in der Bereitstellung von Inhalten zu engagieren. Das Akademiejahr richtet sich nach dem Ausbildungsjahr; teilnehmen können Auszubildende aller Fachrichtungen und Ausbildungsjahre. Die Koordination der Wirtschaftsakademie erfolgt unter der Regie des Leadpartners Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz/Wirtschafts- und Juniorenakademie in enger Kooperation mit dem Fachkräftemanagement der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth und dem Wirtschaftskreis Pegnitz, einem seit Beginn der 1990er Jahren bestehenden Unternehmernetzwerk als Partnern.

 

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Qualitätsmanagement

 

Wichtig zu wissen: Seit 2014 ist die Wirtschafts- und Juniorenakademie offiziell von einer fachkundigen Stelle als Bildungsträger nach dem Recht der Arbeitsförderung für den Fachbereich „Maßnahmen zur Berufswahl und Berufsausbildung“ zertifiziert. Das hierfür eingerichtete Qualitätsmanagement garantiert eine kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung, um stets absolut passgenaue Angebote offerieren zu können.

 

 

 

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